Kenzingen 2011

Besuch im Fasnachtsmuseum

Eine Reise durch die 5. Jahreszeit

Es war ein wunderschöner Tag am 23. Februar, eiskalt aber mit Sonne und unter blauem Himmel.

Wir, B2 und C1, hatten uns pünktlich um 9:00 Uhr auf dem Freiburger Haupbahnhof getroffen.

Unsere Lehrerinnen Barbara und Ulrike haben uns hundertmal gesagt: „Bitte unbedingt in Kenzingen aussteigen. Der Zug hält nur sehr  kurz, die Türen schliessen sofort. Vor einiger Zeit ist uns eine Schülerin im Zug geblieben und ist weitergefahren...!“

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Alle stellten wir uns vor, schlussendlich in Hamburg oder Berlin zu landen und alle zwanzig  drängten sich schon an der Tür des in Kenzingen einfahrenden Zuges.

Als wir aus dem Zug ausgestiegen sind, war alles wie in einem Märchen. Die Sonne hat uns die Natur geniessen lassen. Das Lied der Vögel und des bunten Fähnchen führten uns in die welt  vor der Fastenzeit ein. Nach dem kurzen Spaziergang waren wir vor der Tür des Museums angekommen.  Mit  „Narri, Narro“  begrüßte uns die Frau, die uns durch das Museum führen sollte und dann begann unser Besuch in der 5.Jahreszeit.

Das Fasnachtsmuseum  des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte zeigt 300 Narrenfiguren aus 81 Mitgliedszünften zwischen Oberkirchen und Rheinfelden, zwischen Rhein uns Schwarzwald, mit ihrem Häs, mit ihrem Narrenkleid und mit ihren Holzmasken.

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Die Frau hat uns durch die fünf Etagen des Museums geführt, uns  alles gezeigt. Sie hat uns die bunte Vielfalt der alemannischen Fasnet (wie sie sagte)  und auch den regionalen Unterschied mit sehr guter Laune erklärt.  Wenn sie merkte, dass jemand etwas nicht verstanden hatte, erläuterte  sie es noch einmal mit Zeichen, Händen und Füßen.

Alle haben sich über die Kostüme gewundert . Wir konnten sehen: Den Waldkircher Bajass, den Korkenzieher aus Lahr, die Hexenzunft, das Knalitscher aus Griesheim, den Pflumedrucker, Tiroler Fastacht, Fuchs aus Schopfheim,Nasenrümpfer aus Wyhlen, usw.

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Wir haben auch das typische Fasnachslied  gehört: „...Hoorig, hoorig,hooring isch die Katz, un wenn die Katz nit hoorig wär dann gäb es keine Fasnet mehr...“

Am Schluss ließ man uns im Untergeschoss verschiedene Köstume und Masken anprobieren. Die Zeit ist wie Wind verflogen und wir haben es nicht bemerkt. Es war super lustig, alle Mitschüler in den verschiedensten Verkleidungen zu sehen, viele Photos zu machen und einen schönen Tag mit unseren Lehrerinen zu verbringen. J

 

Catalina Cano

 

Ich heiße Seoyoung Kim und komme aus Südkorea. Seit 2010 bin ich damit beschäftigt, beim Sprachenkolleg Deutsch zu lernen, um mein weiteres Studium in Deutschland erfolgreich zu absolvieren. An der Universität habe ich Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und auch ein Jahr als berufliche Tätigkeit Kunstausstellungen gemacht. Aus diesen Erfahrungen habe ich Interesse daran bekommen, die Exponate im Fastnachtsmuseum anzuschauen. 

Wir, die Studierende vom Sprachenkolleg und unsere Lehrerinnen Yvonne und Dorothea, haben uns zuerst im Freiburg Hauptbahnhof getroffen, und sind gemeinsam mit dem Zug nach Kenzingen gefahren, wo das Museum liegt. Das Karnevalsmuseum ist klein. Allerdings kann man großartige Sammlungen der Narrenschau auf dem Gebiet Oberrhein besichtigen. Das Museum hat eine permanente Fastnachts Ausstellung, um eine lebendige Fastnachtstradition publik zu machen. Unter 300 Exponaten befinden sich sowohl die vollständig handgearbeiteten Narrenkleidungen als auch die holzgeschnitzten Gesichtsmasken. Die manuelle Fertigkeit der Narrenmasken und Narrenkostüme zeigen, dass die Handwerker große Geschicklichkeit besitzen.

Während der Einführung konnten wir einige Masken tragen, fotografieren und die krachmachenden Spielzeuge ausprobieren. Da haben wir einen akustischen Eindruck gewonnen und damit viel Spaß gehabt. Fotos und Dokumentationen gaben uns zusätzliche Informationen der Fastnachtstradition.

Die Museumführerin erklärt, die heutige Fastnacht sei seit dem Ende des 18 Jahrhundert üblich. Das Museum zeigt die ganze Vielfalt der Kostüme und Gesichtsmasken zwischen alemannischen- und schwäbischen Gebieten und der Schweiz. In dem Museum ist das älteste Narrenkleid konserviert, das 300 Jahre alt ist. Durch die Besichtigungstour wird die Ausstellung gezeigt und erklärt, dass die Traditionen der Fastnacht und die Geschichte sehr eng zusammenhängen. Sie ist ein Spiegel des Landes und der Leute und auch die Identität der Bevölkerung, damit wir die Leute, die hier leben, verstehen können.

Es kommt bald der Karneval in diesem Gebiet. Ich hoffe, dass mir durch die Besichtigung die Fastnachtszeit besser gefallen kann.

Text und Fotografien: Seoyoung Kim(C1)