Freiburg wird als „Solarhauptstadt“ Deutschlands bezeichnet. Ein Grund dafür ist auch die besondere Lage von Freiburg in der wärmsten Region Deutschlands.
Wir sind alle am Sprachenkolleg für ausländische Studierende. Unsere Lehrer Susan und Wilfried haben für das Projekt „Solarenergie“ eine Führung organisiert, damit wir Freiburg und die Solarprojekte in Freiburg näher kennen lernen.

Unsere Führung durch das Vauban-Gelände und die Solarsiedlung fiel ausgerechnet auf einen nassen, verregneten Tag. Wir hatten aber alle - wie man so schön sagt - „die Sonne im Herzen“. Die Führung ging zuerst durch den Stadtteil „Vauban“, der in seiner Form einmalig ist. Die Adjektive „grün, bunt und lebendig“ passen gut zu diesem Stadtteil. Bis 1992 war es ein Kasernengelände und wurde durch die Initiative der Bewohner nach einem umweltfreundlichen Konzept umgestaltet.
Dort leben viele Familien mit Kindern, mitten im Grünen und nicht weit zum Zentrum. Die meisten Häuser sind entweder Passivhäuser oder haben Fotovoltaik-Anlagen auf dem Dach. Es gibt dort einen Steinofen, in dem man gemeinsam Brot oder Pizza backen kann.
Es gibt viel Raum und schöne Kinderspielplätze. Das Gelände grenzt an das Naturschutzgebiet St. Georgen an.
Unser Führer wohnt selbst in einem Passivhaus, wir durften mit ihm den Heizraum besichtigen. Wir haben viele interessante Informationen bekommen und konnten uns an dem kalten Tag dort auch schön aufwärmen.
Alle fahren mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Idee, die man dort hatte, um den Verkehr aus diesem Stadtteil herauszuhalten, war, dass keine Parkplätze vor den Häusern vorgesehen wurden.
Etwas sehr interessantes war auch das Konzept „car-sharing“.
Dann waren wir in der Solarsiedlung und haben viel über die Siedlung und das so genannte „Sonnenschiff“ erfahren. Der international bekannte Architekt Rolf Disch hat das Konzept dafür entworfen. Als erstes beeindruckte uns die bunte Fassade der Häuser. In der Solarsiedlung hat jedes Haus eine andere Farbe. Die Bewohner durften selbst die Farbe aussuchen.
Es handelt sich hier um Plusenergiehäuser. Das bedeutet, dass diese Häuser durch die Sonnenenergie und ihre Fotovoltaik-Anlagen mehr Energie produzieren als die Bewohner verbrauchen. Diese Mehrenergie wird in das öffentliche Netz eingespeist und bringt für die Bewohner einen Gewinn.
Für den Bau dieser Häuser hat man natürliche Baustoffe benutzt, z.B. viel Holz und hat dadurch auch viel Produktionsenergie gespart, weil die Verarbeitung von Holz kostengünstiger ist als die anderer Baustoffe. Das „Sonnenschiff“ ist der erste Gewerbebau in Plusenergiebauweise. Die Solarsiedlung liegt am Stadtrand in der Natur und gleichzeitig nahe zur Stadt.
Am Ende unserer Führung waren wir im Vauban in einem Cafe und haben noch mal über alles, was wir gesehen und gehört hatten, gesprochen. Wir haben Gruppen gebildet, um über verschiedene Themen, die uns besonders interessierten gemeinsam zu recherchieren und eine Präsentation vorzubereiten.
Einige Wochen später trafen wir uns im Foyer des Sprachenkollegs. Unsere Texte waren schon von unseren Projektlehrern korrigiert und besprochen worden. Jede Gruppe stellte das Ergebnis ihrer Arbeit vor.
Jameel Khateeb hatte ein eigenes Thema. Sein Thema hatte den Titel „Erneuerbare Energien“.
Mariana Mendez, Wenbin Zou, Yan Zhu Gong
hatten den Themenbereich „ philosophischer Zukunftsforscher“.
Carla Soldan, Hang Yu, Munkhbat Dulguunchimeg
hatten den Themenbereich „Architekten und Ingenieure“.
Myoug-Hee Bae (Schwester Morivita), Yun-Hong Yang
hatten den Themenbereich „Verkehrsplaner“
Seo-Yooung Kim
hatte auch ein eigenes Thema und hat eine Zusammenfassung über unsere Führung gemacht.
Dieses Foto zeigt alle Teilnehmer des Solarprojektes.
Oben rechts sitzt Afif Reza Muhammad, der den Themenbereich „Fotodokumentation“ hatte und alle Bilder für die Homepage gemacht hat.
Diese schöne Sonne hat Mariana Mendez ins Foyer des Sprachenkollegs gehängt, damit wir alle eine kleine Präsentation unserer Arbeit hier aufhängen können.
Die Sonne wird noch einige Zeit hier hängen, sodass Interessierte sie anschauen und unsere Texte lesen können.
Es war eine tolle Erfahrung. Das Thema und die Zusammenarbeit hat uns sehr viel Spaß gemacht. Wir haben dabei viel gelernt, nicht nur Deutsch.
Projekt-Plan als PDF hier
Hier gibt es noch einmal alle Bilder groß als Diashow: